Von Zürcher Spezialitäten
Ärztekasse
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Im Rahmen der kleinen Reihe über die regionalen Agenturen der Ärztekasse hat sich «checkup« mit der ehemaligen Leiterin und dem heutigen Leiter der Zürcher Geschäftsstelle unterhalten, mit Annemarie Bossart und Bernhard Roos.
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«checkup»: Haben Sie, neben den üblichen administrativen und organisatorischen Serviceleistungen für die Ärzteschaft, in Ihrer Geschäftsstelle besondere Zürcher Spezialitäten anzubieten?
Bernhard Roos: Als eine Zürcher Spezialität oder Exklusivität könnte man das Angebot «Ergo» bezeichnen. Dabei handelt es sich um einen Fakturierungs-, Administrations- und Statistikservice für ergotherapeutische Praxen sowie für die ergotherapeutischen Zentren, die das Schweizerische Rote Kreuz in verschiedenen Kantonen betreibt. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen aber auch in unserer Geschäftsstelle die klassischen Ärztekasse-Dienstleistungen in den Bereichen Administration, Informatik und Betriebswirtschaft.
Annemarie Bossart: Eine weitere Zürcher Spezialität ist die administrative Betreuung von psychiatrischen Einzel- und Gemeinschaftspraxen. Vor allem die Gemeinschaftspraxen, die meist mehrere psychologische Therapeuten beschäftigen, haben einen eigentlichen Boom erlebt, zumindest in der Stadt Zürich. Was wohl mit dem Trend unserer Zeit tun hat. Aber sicher auch damit, dass eine Stadt wie Zürich für den Besuch einer psychiatrischen Praxis eine gewisse Anonymität zu gewährleisten scheint.
Bernhard Roos: In den vergangenen zwei Jahren stammten etwa 60 Prozent unseres Kundenzuwachses aus dem Psychiatriebereich. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass in diesen Praxen nur selten medizinische Assistentinnen beschäftig sind und deshalb das Bedürfnis nach einem Outsourcing der administrativen Aufgaben besonders gross ist.
«checkup»: Das heisst, dass die Ärztekasse die medizinische Praxisassistentin als Konkurrenz betrachtet?
Bernhard Roos: Nein, nein, keineswegs. Das ist nicht ein Konkurrenzverhältnis, sondern eine Partnerschaft, genauso wie mit der Ärztin und mit dem Arzt. Wobei das organisatorische Funktionieren einer Praxis weitgehend davon abhängt, was und wie viel der Chef delegiert - sei’s an die Assistentin oder an die Ärztekasse.
Annemarie Bossart: Um einen optimalen Praxisbetrieb zu erreichen, wäre es oft besser, die Assistentinnen würden sich intensiver um die Patienten und um die internen Abläufe kümmern und ihren Chefinnen oder ihren Chefs vermehrt jene Arbeiten abnehmen, für die sie ausgebildet sind. Fakturierungs- und andere Administrationsaufgaben wird die Ärztekasse in der Regel jedoch weit effizienter und Kosten sparender erfüllen können als dies Ärzte oder Assistentinnen vermögen. Hier liegt ein Rationalisierungspotential, das nicht nur unserer spezialisierten elektronischen Infrastruktur zu verdanken ist, sondern vor allem auch unseren professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
«checkup»: Wie viele Mitarbeiter und welches Einzugsgebiet umfasst die Zürcher Geschäftsstelle und wer zählt - neben Ärzten, Psychiatern und Physiotherapeuten - sonst noch zum Kundenkreis?
Annemarie Bossart: Insgesamt sind hier zurzeit, bei 16 Vollstellen, 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, wobei zum Einzugsgebiet die Kantone Zürich, Zug, Schaffhausen und Glarus gehören. Was den Kundenkreis betrifft, so zählen dazu auch medizinische Masseure sowie Zahnärzte und Zahntechniker. Den überwiegenden Anteil bilden aber nach wie vor Allgemeinpraktiker sowie selbständige Fachärztinnen und Fachärzte.
«checkup»: Womit sind Sie momentan vor allem beschäftigt?
Bernhard Roos: Natürlich mit dem berühmt-berüchtigten neuen Tarif, auf den wir uns in jeder Hinsicht gründlich vorbereitet haben und immer noch vorbereiten. Und dem wir übrigens zahlreiche neue Mitglieder zu verdanken haben. Denn der bevorstehende Tarmed-Start ist für viele ein Anlass, ihre Administration zu optimieren.
«checkup»: Frau Bossart, nachdem Sie während acht Jahren Chefin der Zürcher Agentur waren, haben Sie sich aus eigener Initiative gewissermassen zurückgestuft, zur stellvertretenden Leiterin. Das ist ein ziemlich erstaunlicher Vorgang.
Annemarie Bossart: Das mag, aus männlichem Blickwinkel, ein etwas erstaunlicher Vorgang sein. Mir jedoch schien es eigentlich normal, nach einer gewissen Zeit, in der ich vor allem an der so genannten Front engagiert war, mich wieder vermehrt auf das zu konzentrieren, was mir eigentlich besser liegt: nämlich die interne Tätigkeit, der Kontakt mit Kundinnen und Kunden sowie der Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
«checkup»: Und für Sie Herr Roos, war das kein Problem, plötzlich Chef der Chefin zu werden?
Bernhard Roos: Nein, das war wirklich nie ein Problem, da wir von Anfang an klar vereinbart hatten, wer für was verantwortlich ist. Wobei wir beide so flexibel und offen sind, dass ohnehin keine Gefahr besteht, uns gegenseitig in die Quere zu kommen.
Bernhard Roos: Als eine Zürcher Spezialität oder Exklusivität könnte man das Angebot «Ergo» bezeichnen. Dabei handelt es sich um einen Fakturierungs-, Administrations- und Statistikservice für ergotherapeutische Praxen sowie für die ergotherapeutischen Zentren, die das Schweizerische Rote Kreuz in verschiedenen Kantonen betreibt. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen aber auch in unserer Geschäftsstelle die klassischen Ärztekasse-Dienstleistungen in den Bereichen Administration, Informatik und Betriebswirtschaft.
Annemarie Bossart: Eine weitere Zürcher Spezialität ist die administrative Betreuung von psychiatrischen Einzel- und Gemeinschaftspraxen. Vor allem die Gemeinschaftspraxen, die meist mehrere psychologische Therapeuten beschäftigen, haben einen eigentlichen Boom erlebt, zumindest in der Stadt Zürich. Was wohl mit dem Trend unserer Zeit tun hat. Aber sicher auch damit, dass eine Stadt wie Zürich für den Besuch einer psychiatrischen Praxis eine gewisse Anonymität zu gewährleisten scheint.
Bernhard Roos: In den vergangenen zwei Jahren stammten etwa 60 Prozent unseres Kundenzuwachses aus dem Psychiatriebereich. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass in diesen Praxen nur selten medizinische Assistentinnen beschäftig sind und deshalb das Bedürfnis nach einem Outsourcing der administrativen Aufgaben besonders gross ist.
«checkup»: Das heisst, dass die Ärztekasse die medizinische Praxisassistentin als Konkurrenz betrachtet?
Bernhard Roos: Nein, nein, keineswegs. Das ist nicht ein Konkurrenzverhältnis, sondern eine Partnerschaft, genauso wie mit der Ärztin und mit dem Arzt. Wobei das organisatorische Funktionieren einer Praxis weitgehend davon abhängt, was und wie viel der Chef delegiert - sei’s an die Assistentin oder an die Ärztekasse.
Annemarie Bossart: Um einen optimalen Praxisbetrieb zu erreichen, wäre es oft besser, die Assistentinnen würden sich intensiver um die Patienten und um die internen Abläufe kümmern und ihren Chefinnen oder ihren Chefs vermehrt jene Arbeiten abnehmen, für die sie ausgebildet sind. Fakturierungs- und andere Administrationsaufgaben wird die Ärztekasse in der Regel jedoch weit effizienter und Kosten sparender erfüllen können als dies Ärzte oder Assistentinnen vermögen. Hier liegt ein Rationalisierungspotential, das nicht nur unserer spezialisierten elektronischen Infrastruktur zu verdanken ist, sondern vor allem auch unseren professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
«checkup»: Wie viele Mitarbeiter und welches Einzugsgebiet umfasst die Zürcher Geschäftsstelle und wer zählt - neben Ärzten, Psychiatern und Physiotherapeuten - sonst noch zum Kundenkreis?
Annemarie Bossart: Insgesamt sind hier zurzeit, bei 16 Vollstellen, 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, wobei zum Einzugsgebiet die Kantone Zürich, Zug, Schaffhausen und Glarus gehören. Was den Kundenkreis betrifft, so zählen dazu auch medizinische Masseure sowie Zahnärzte und Zahntechniker. Den überwiegenden Anteil bilden aber nach wie vor Allgemeinpraktiker sowie selbständige Fachärztinnen und Fachärzte.
«checkup»: Womit sind Sie momentan vor allem beschäftigt?
Bernhard Roos: Natürlich mit dem berühmt-berüchtigten neuen Tarif, auf den wir uns in jeder Hinsicht gründlich vorbereitet haben und immer noch vorbereiten. Und dem wir übrigens zahlreiche neue Mitglieder zu verdanken haben. Denn der bevorstehende Tarmed-Start ist für viele ein Anlass, ihre Administration zu optimieren.
«checkup»: Frau Bossart, nachdem Sie während acht Jahren Chefin der Zürcher Agentur waren, haben Sie sich aus eigener Initiative gewissermassen zurückgestuft, zur stellvertretenden Leiterin. Das ist ein ziemlich erstaunlicher Vorgang.
Annemarie Bossart: Das mag, aus männlichem Blickwinkel, ein etwas erstaunlicher Vorgang sein. Mir jedoch schien es eigentlich normal, nach einer gewissen Zeit, in der ich vor allem an der so genannten Front engagiert war, mich wieder vermehrt auf das zu konzentrieren, was mir eigentlich besser liegt: nämlich die interne Tätigkeit, der Kontakt mit Kundinnen und Kunden sowie der Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
«checkup»: Und für Sie Herr Roos, war das kein Problem, plötzlich Chef der Chefin zu werden?
Bernhard Roos: Nein, das war wirklich nie ein Problem, da wir von Anfang an klar vereinbart hatten, wer für was verantwortlich ist. Wobei wir beide so flexibel und offen sind, dass ohnehin keine Gefahr besteht, uns gegenseitig in die Quere zu kommen.
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