Apropos Anlagen
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Geldanlegen kann Glückssache sein. Oder auch die Folge einer durchdachten Vermögens- und Steuerplanung. Wobei es sehr darauf ankommt, wie kurz- oder wie langfristig die Anlageszenarien sind.
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René Scheidegger, eidg. dipl. Versicherungsfachmann,
UAP Unabhängiger Allfinanz Partner AG
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Alle Jahre wieder, Anfang Januar, erhalten Sie von Ihren Banken und Versicherungen Konto- und Depotausweise, die Steuerbescheinigungen für die gebundene Vorsorge, die Ausweise für die berufliche Vorsorge oder für die Rückkaufswerte Ihrer Policen. Dies ist der richtige Moment, um seine Vermögensanlagen einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Entspricht ihr Aufbau noch den heutigen Anforderungen und Vorstellungen - in Sachen Sicherheit, Zeithorizont und Rendite? Und punkto Steueroptimierung?
Besonders tüchtige Makler handeln für ihre Klientinnen und Klienten spezielle Konditionen aus. Dabei wird in vielen Fällen ein Teil oder sogar die ganze Stempelsteuer von 2,5 Prozent von den Versicherungen übernommen, was die Anlagenrendite entsprechend erhöht. Allenfalls sollten auch die Fondspolicen der Versicherungen in die Anlageplanung einbezogen werden - insbesondere wenn der Anteil an Aktien unter 50 Prozent liegen soll.
Und ein allerletzter Gratistipp: Wenn Ihnen Ihre Bank heute oder morgen eine Festhypothek für die Dauer von 5 Jahren mit einem Zinssatz von 4 Prozent offeriert, sollten Sie nicht lange fackeln und entschlossen zugreifen!
Anlageplanung
Am Anfang jeder Anlage sollte immer ein sorgfältiges Planen stehen. Nur wer weiss, wie viel Kapital er wann benötigen wird, kann vernünftige Anlagen tätigen. Nehmen Sie sich genügend Zeit für diese anspruchsvolle Aufgabe. Damit es gar nicht erst zu unerfreulichen Überraschungen kommen kann. Unter Umständen lohnt es sich, die Anlagenanalyse mit einem unabhängigen Fachmann durchzuführen. Das wird voraussichtlich zwischen 1500 und 3000 Franken kosten, kann jedoch viel Geld und Ärger sparen. Kommt dazu, dass Ihnen bei Neuanlagen durch den Berater in den meisten Fällen ein Teil der Courtagen oder Provisionen angerechnet wird.Kurzfristige Anlagen
Entscheidend für die Art Ihrer Anlagen ist in jedem Fall der gewünschte Zeithorizont. Geeignet für einen Zeitraum zwischen einem Monat und vier Jahren sind im Moment leider nur die Bankkonten sowie, bei grösseren Beträgen, die Festgelder oder Festgeldfonds. Anlagen in Obligationen sind mit grossen Risiken verbunden, da die Zinsen in absehbarer Zeit ansteigen und somit die Kurse der Obligationen wieder fallen können. Auch Anlagen in Fremdwährungen sind momentan riskant. Nur wenn die Zinsdifferenz gross genug ist, sollte bei den wichtigen Hauptwährungen wie Dollar, Pfund oder Euro eine mehrjährige Anlage erwogen werden.Mittelfristige Anlagen
Für einen Zeithorizont von 5 bis 20 Jahren sind sicher Obligationenfonds zu favorisieren oder, wenn man es unter dem Gesichtspunkt der Steueroptimierung betrachtet, gemischte Versicherungen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Da es sich bei Versicherungen um Nominalwertanlagen handelt, ist das eingesetzte Kapital geschützt. Dank dem Steuervorteil, der daraus resultiert, dass die Erträge in der Regel nicht zum Einkommen hinzugerechnet werden, kann bei hoher Steuerprogression eine deutlich bessere Netto-Rendite erreicht werden als mit Obligationen oder Obligationenfonds.Langfristige Anlagen
Hier kann ein - je nach Risikotoleranz grösserer oder kleinerer Teil des Vermögens - in Aktien investiert werden, wobei Anlagen in Anlagefonds im Normalfall den Einzelanlagen vorzuziehen sind. Wer das Risiko reduzieren will, kann auf Produkte mit Kapitalgarantie von Versicherungen zurückgreifen, die auch in Aktien investieren. Allerdings wird diese Garantie stets einen Teil der Performance kosten. Bei einem Investitionszeitraum von mehr als 15 Jahren lohnt sich eine direkte Anlage in den Aktienmarkt, da dann das Restrisiko eines Verlustes - zumindest statistisch gesehen - sehr gering ist.Steuerplanung
Wichtig ist, jede Anlage auf ihre Rendite nach Steuern zu überprüfen. Denn nur das, was Ihnen nach der Versteuerung übrig bleibt, ist auch tatsächlich ein Ertrag. Beachten Sie dabei auch die festverzinslichen Papiere, bei denen die gesamten Zinsen der Einkommensteuer unterliegen. Hier kann es sich durchaus bezahlt machen, die Einmaleinlageprodukte der Versicherungen etwas genauer anzuschauen. Denn die Rendite liegt hier meistens deutlich höher als bei Obligationen, da die Erträge unter Einhaltung gewisser Bedingungen einkommenssteuerfrei sind.Besonders tüchtige Makler handeln für ihre Klientinnen und Klienten spezielle Konditionen aus. Dabei wird in vielen Fällen ein Teil oder sogar die ganze Stempelsteuer von 2,5 Prozent von den Versicherungen übernommen, was die Anlagenrendite entsprechend erhöht. Allenfalls sollten auch die Fondspolicen der Versicherungen in die Anlageplanung einbezogen werden - insbesondere wenn der Anteil an Aktien unter 50 Prozent liegen soll.
Sicherheitsplanung
Seit dem Swissair-Debakel ist inzwischen jedem klar, dass nichts absolut sicher ist. Doch mit einer durchdachten Diversifikation in Bezug auf Titel, Anlagearten, Länder und Branchen kann das Risiko durchaus entscheidend verringert werden.Und ein allerletzter Gratistipp: Wenn Ihnen Ihre Bank heute oder morgen eine Festhypothek für die Dauer von 5 Jahren mit einem Zinssatz von 4 Prozent offeriert, sollten Sie nicht lange fackeln und entschlossen zugreifen!
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