Zukunftsmodell

Ökonomie

Gemeinsam sind wir Hausärzte stärker.

Jedoch nicht aus purem Eigennutz, sondern zum Wohle aller: der Patienten, der Krankenversicherer und der Allgemeinpraktiker. Der Rahmen, der diese Stärke ermöglicht, heisst Managed Care. Hausarzt-Modelle gewinnen Jahr für Jahr an Bedeutung im schweizerischen Gesundheitswesen. Bereits jeder sechste Einwohner in der Schweiz ist heute in einem Managed Care-Modell versichert und zahlt so weniger Krankenkassenprämie.

Es gibt verschiedene Formen von Netzwerken, die jedoch alle ein Ziel haben: tiefere Kosten und höhere Effizienz in der ärztlichen Grundversorgung. Der Hausarzt kommt in Qualitätszirkeln mit anderen Kollegen etwas weg vom Einzelkämpfer-Schicksal. Die Vertrauensstellung des Hausarztes wird gestärkt, weil er in diesen Modellen als Gate-Keeper erste Anlaufstelle für die Patientinnen und Patienten ist. Und als Mitglied eines Netzwerks weiss er endlich einmal ganz klar, was eine Überweisung an den Spezialisten kostet, wenn er die Behandlung nicht abschliessend durchführen kann.

Insofern ist das Modell der „integrierten Gesundheitsversorgung“, das von Gewerkschaften und Berufsverbänden vorgeschlagen wird, zwar durchaus ein Ansatz. Mit dem darin vorgesehenen flächendeckenden Zwang kommt man indes nicht zum Ziel. Nur Freiwilligkeit und eine breite Angebotspalette werden akzeptiert und versprechen messbare Effekte. Es braucht also Anreize, damit sich immer mehr Versicherte für Managed Care entscheiden.

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ars medici 9/2007

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Ars Medici Nr. 9

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