Den Puls genommen

Gesundheitspolitik

Gesundheit lässt einem (k)eine Wahl

Am 21. Oktober 2007 wählt die Schweiz ihr nationales Parlament neu. Ein politischer Dauerbrenner und damit auch ein wichtiges Wahlkampfthema sind Gesundheitsfragen. Checkup hat sechs wieder kandidierende profilierte Gesundheitspolitikerinnen und -politiker aus dem gesamten Parteienspektrum mit konkreten Fragen zur Gesundheitspolitik konfrontiert und um Stellungnahmen gebeten.

Wie stellen Sie sich zum Zulassungsstopp für Ärzte?

Erika Forster, Ständerätin, FDP, St. Gallen;
Präsidentin der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats:
„Er hat sich als kontraproduktiv erwiesen. Durch das jetzige System wurde ein Ungleichgewicht geschaffen. Vor allem für top ausgebildete junge und motivierte Fachärzte ist es teilweise enorm schwierig, eine Praxiszulassung zu erhalten.“

Anita Fetz, Ständerätin, SP, Baselstadt:
„Er ist viel zu undifferenziert. Mit einem Praxisverbot macht man keine Gesundheitspolitik. Besonders stossend ist das Verbot bei den Allgemeinpraktikern, welche die Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen. Und für die jungen, gut ausgebildeten Medizinerinnen.“

Ruth Humbel, Nationalrätin, CVP, Aargau:
„Der Zulassungsstopp ist praktisch wirkungslos geblieben und meines Erachtens nicht geeignet, die Ärztedichte zu steuern. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Zuwanderung ausländischer Ärzte in die freie Praxis ohne Zulassungstopp grösser gewesen wäre.“

Christine Goll, Nationalrätin SP, Zürich:
„Eine nutzlose und schikanöse Massnahme, die derzeit nur den Zweck hat, den Boden für die härtere Gangart mit der Aufhebung des Kontrahierungszwanges vorzubereiten: Ich lehne beide Einschränkungen ab.“

Felix Gutzwiller, Nationalrat, FDP, Zürich:
„Der Zulassungstopp ist ein willkürliches Instrument, das nicht verlängert werden sollte.“

Franziska Teuscher, Nationalrätin, Grüne, Bern (Ständeratskandidatin):
„Ich lehne den Zulassungsstopp ab. Es ist das falsche Steuerungsmittel des Angebots, da es vor allem junge Ärztinnen und Ärzte an einer Praxiseröffnung hindert.“

Einerseits wird in der Schweiz mit Numerus clausus und Zulassungsstopp die Zahl der Ärztinnen und Ärzte begrenzt, andererseits „importieren“ wir Spitalärzte aus dem Ausland. Wie erklären Sie diesen Widerspruch?


Erika Forster:
„Insgesamt hat der Zulassungsstopp für einheimische Ärzte zu einem Ärztemangel geführt, der mit ausländischen Spitalärzten aufgefangen werden muss. Besorgniserregend ist zudem der Umstand, dass sich immer weniger Ärztinnen und Ärzte für eine eigene Hausarztpraxis entscheiden bzw. entscheiden können. Die Versorgungslage insbesondere in ländlichen Gebieten ist bereits prekär.“

Anita Fetz:
„Ja, das sieht auf den ersten Blick nach einem Widerspruch aus, ist aber auf den zweiten Blick keiner. Beim Numerus Clausus geht es nicht um die Beschränkung der Zahl der Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz. Da geht es schlicht um die Ausbildungskapazität. Wollte man diese Zahl erhöhen, müssten auch die Bildungs- und Forschungsgelder entsprechend grosszügiger fliessen – und zwar auf Bundes- und Kantonsebene. Das ist in bürgerlich dominierten Sparzeiten politisch nicht erreichbar. Bei dieser strukturell bedingten Knappheit die Besten zu bevorzugen, ist deshalb durchaus sinnvoll. Gegen den ‚Import’ von Spitalärztinnen und -ärzten spricht an sich nichts, so lange wir unsere Ausbildungskapazitäten nicht erhöhen können.“

Ruth Humbel:
Die Anzahl praktizierender Ärzte steigt auch in der Schweiz und nimmt nicht ab. Wir haben allerdings ein Verteilungsproblem, d.h. zu wenig Grundversorger, während es in einzelnen Fachdisziplinen zu viele Spezialisten gibt. Die Zunahme von Spitalärzten aus dem Ausland ist nicht einzig auf Numerus Clausus und Zulassungsstopp zurückzuführen, sondern auch auf andere Faktoren wie die Zunahme von Ärztinnen, die Verkürzung der Arbeitszeit sowie persönlich bedingte, veränderte Anforderungen an Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen.“

Christine Goll:
„Die bürgerliche Mehrheit in Bundesrat und Parlament unterliegt der Sparhysterie – wobei von ‚Sparen’ keine Rede sein kann. Es handelt sich vielmehr um Abbaumassnahmen, die auch den Bildungsbereich betreffen. Es braucht in jedem Fall mehr Investitionen in der Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten.“

Felix Gutzwiller:
„Die Einführung des Zulassungsstopps hatte eine Angst vor Praxisniederlegungen im Rahmen der Personenfreizügigkeit begründet. Dieses Instrumentarium ist aber nicht sinnvoll. Umgekehrt interessieren sich viele Schweizer Ärzte und Ärztinnen nicht unbedingt für eine längerfristige Spitalkarriere, was den Beizug von Ärzten und Ärztinnen aus dem Ausland nötig machte.“

Franziska Teuscher:
„Die verfehlte Beschränkung des Studienzwangs wurde vor allem als Sparmassnahme bei den Universitäten eingeführt und nicht als gesundheitspolitische Massnahme. Die Personenfreizügigkeit bringt natürlich mehr ausgebildete oder in der Weiterbildung stehende Ärztinnen und Ärzte in die Schweiz, insbesondere an unsere Spitäler. Dagegen ist nichts einzuwenden. Stossend ist, dass die reiche Schweiz so Ausgaben für die medizinische Ausbildung auf Kosten anderer Länder spart und selber ungenügend in die Ausbildung investiert. Diese Rechnung wird längerfristig nicht aufgehen.“

Wie beurteilen Sie die Aufhebung des Kontrahierungszwangs als Kostendämpfungsmassnahme?


Erika Forster:
„Ohne Zweifel enthalten wettbewerbliche Situationen kostendämpfende Faktoren. Es ist sicher erwünscht, dass auch Ärztinnen und Ärzte sich einem Benchmark unterziehen müssen und dass auch ihre Verschreibungen und Krankenscheine im Vergleich mit Berufskollegen bestehen müssen. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass gerade Hausärzte in Quartieren oder Dörfern mit einer überdurchschnittlich älteren Bevölkerung seitens der Krankenkassen oder eines wie auch immer aufgestellten Regulators anders beurteilt werden müssen als solche in Quartieren mit einer jüngeren Bevölkerung. Wunder erwarte ich aber von der Aufhebung des Vertragszwanges bezüglich Kosten keine, sehr wohl aber eine ausgeprägte Qualitätssicherung, die sich letztlich auf mittlere Frist auch kostendämpfend auswirken wird bzw. würde. Die Förderung von Ärztenetzwerken ist für mich zur Zeit der beste Lösungsansatz.“

Anita Fetz:
„Als alleinige Massnahme würde die Kontrahierungsfreiheit auf Kosten unserer umfassenden Gesundheitsversorgung gehen – und zu Lasten der Patientinnen und Ärzte. Profitieren würden allein die Versicherungen. Falls der Kontrahierungszwang aufgehoben würde, müsste es flankierende Massnahmen geben.“

Ruth Humbel:
„Die Aufhebung des Kontrahierungszwangs ist nicht primär eine Kostendämpfungsmassnahme. Vertragsfreiheit hätte eine positive Auswirkung auf Managed-Care-Modelle wie Behandlungsnetzwerke. Sie stärkt die Position der Hausärzte. Insgesamt könnte die Behandlungsqualität verbessert und eine effizientere, kostenbewusstere Behandlung erreicht werden. Darin liegt mittel- bis langfristig der Kostendämpfungseffekt.“

Christine Goll:
„Alle Macht den Krankenkassen? Nein, danke! Kostendämpfung durch Dumpingmedizin? Ohne mich!“

Felix Gutzwiller:
„Die Vertragsfreiheit sollte eingeführt werden, allerdings mit klaren Rahmenbedingungen, die verhindern, dass einfach Billigärzte angestellt werden. Zudem muss eine vergleichbare Verhandlungsmacht zwischen Ärzten und Kassen hergestellt werden.“

Franziska Teuscher:
„Ich bezweifle, ob diese Massnahme als Kostendämpfungsinstrument taugt. Es ist zwar nachvollziehbar, dass eine Sozialversicherung wie die Krankenkasse nicht das Angebot aller Anbieter bezahlen muss, die auf den Markt stossen. Ich begrüsse daher Massnahmen, um die Patientinnen und Patienten in einer Behandlungskette qualifiziert zu begleiten (Care Management). So können Doppelspurigkeiten und Mehrfachkonsultationen vermieden und damit tatsächlich Kosten eingespart werden.“

Wie beurteilen Sie die Einführung einer Patientenkarte?


Erika Forster:
„Durchaus positiv im Hinblick auf die Möglichkeit, dass sich jede und jeder Leistungserbringende rasch Überblick verschaffen kann über bereits erfolgte Untersuchungen und Diagnosen. Richtig eingesetzt kann sie zur Kostendämpfung beitragen.“

Anita Fetz:
„Eine sinnvolle Innovation, für die ich mich seit Jahren einsetze. Immer noch unklar ist aber, warum sie auf Kosten von Patientinnen und Ärzten gehen soll, wo die verbesserten administrativen Abläufe gerade auch den Versicherungen dienen.“

Ruth Humbel:
„Ich erachte die Einführung als wichtiges Instrument zur Steigerung der qualitativen und wirtschaftlichen Effizienz des Gesundheitswesens. Sie ist ein wichtiges Instrument zur Verhinderung von Mehrfachuntersuchungen und Fehltherapien sowie zur Erhöhung der Arzneimitteltherapie-Sicherheit. Die Daten gehören den Patienten. Die Leistungserbringer müssen jedoch auf die Daten zugreifen können.“

Christine Goll:
„Die Frage ist, was genau unter einer ‚PatientInnen-Karte’ zu verstehen ist. Wenn es darum geht, Behandlungsketten besser koordinieren zu können, die Sicherheit von PatientInnen zu erhöhen und Doppelspurigkeiten zu vermeiden, bin ich dafür. Daten- und Persönlichkeitsschutz müssen aber in jedem Fall gewahrt werden. Die ‚gläserne Patientin’ darf es nicht geben!“

Felix Gutzwiller:
„Die elektronische Welt ist die Zukunft, dazu gehört auch die Patientenkarte. Natürlich braucht es Spielregeln für den Datenschutz. Zudem muss eine weitere Bürokratisierung der Medizin verhindert werden.“

Franziska Teuscher:
„Ich stehe den heute vorliegenden Vorschlägen sehr kritisch gegenüber. Bis anhin liegt keine plausible Kosten-Nutzen-Rechnung vor. Zudem sind verschiedene heikle Fragen zum Datenschutz, zur Fehleranfälligkeit oder zu den Kosten des Systems nicht geklärt. Die Karte kann zudem die mündliche Kommunikation zwischen Patient und medizinischem Personal nicht ersetzen. Einzig der Patient soll bestimmen können, wer Zugriff auf die persönlichen Daten haben darf.“

Wo sehen Sie das grösste Potenzial, um den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu bremsen?


Erika Forster:
„Bei der Anpassung des Risikoausgleichs. Nur so können wir die Jagd nach guten Risiken umlenken in effektives, leistungsorientiertes Kostenmanagement. Ein fairer Wettbewerb setzt voraus, dass alle Anbieter die gleichen Voraussetzungen haben und Menschen mit schlechteren Risiken (also kränkere Menschen) nicht ausgegrenzt werden. Es ist einleuchtend, dass die Kriterien Alter und Geschlecht niemals genügen können, um die vorhandenen Gesundheitsrisiken eines Versichertenkollektivs zu beurteilen. Es gibt gesunde alte Frauen wie es schwer kranke junge Männer gibt.“

Anita Fetz:
„Ambulant: In fachlich und menschlich tiptop geführten Managend-Care-Modellen und Ärzte-Netzwerken bei paralleler Aufhebung des Kontrahierungszwangs für Ärzte, welche nicht solchen Netzwerken angeschlossen sind. Ausnahmen für unterversorgte Randregionen sind selbstverständlich möglich. Stationär: Bei konsequenter Durchsetzung und Leistungsabgeltungen nach DRG. Medikamente: Durch die regelmässige Überprüfung der Spezialitätenliste-Preise.“

Ruth Humbel:
„In der Förderung von Behandlungsnetzwerken und der Stärkung der Grundversorger als Gatekeeper; in der Transparenz sowie dem Qualitäts- und Preiswettbewerb bei den Spitälern; in der Einführung der Vertragsfreiheit und eines monistischen Finanzierungssystems; in Wettbewerbspreisen bei Mitteln, Gegenständen und Medikamenten; in der Förderung von Prävention und Eigenverantwortung im Sinne einer Schadensminderungspflicht für Patientinnen und Patienten.“

Christine Goll:
„Die Gewerkschaft VPOD, der Berufsverband des Pflegepersonals SBK und der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB haben kürzlich ein Modell für eine soziale Gesundheitsversorgung in der Schweiz vorgestellt. Mit der vorgeschlagenen ‚persönlichen Gesundheitsstelle’ wird die qualitativ hochstehende medizinische und pflegerische Versorgung der gesamten Bevölkerung gewährleistet und kann gleichzeitig eine Kostendämpfung im Gesundheitswesen erzielt werden.“

Felix Gutzwiller:
„Die Kosten werden weiter steigen, dafür sorgen Innovation, Demografie, die Dichte unserer medizinischen Einrichtungen und die Erwartungen des Publikums. Es braucht deshalb eine Reform im Sinn des regulierten Wettbewerbs mit Anreizen für alle, kostengünstige und qualitativ hoch stehende medizinische Leistungen nachzufragen bzw. zu erbringen.“

Franziska Teuscher:
„Prävention und Gesundheitsförderung müssen gestärkt werden. Dank der Umsetzung von Luft- und Lärmschutzmassnahmen könnten Gesundheitskosten in Milliardenhöhe eingespart werden. Auch Lenkungsabgaben auf gesundheitsschädigenden Konsumgütern wie Tabak und Alkohol würden die Gesundheitskosten senken. Weiter müssten die Medikamentenpreise stärker kontrolliert und die Parallelimporte erlaubt werden. Einzuführen ist ferner ein Modell von medizinisch gesteuertem „Care Management“. Unabdingbar ist die Verstärkung der interkantonalen Zusammenarbeit in der Spitalversorgung; und schliesslich müssen die Lasten gerechter verteilt werden. Die heute zur Verfügung stehenden Prämienverbilligungsgelder müssen über die Bundeskasse verdoppelt werden, um Leute, die in bescheidenen Verhältnissen leben, und Familien zu entlasten.“

Die Aufgabe des medizinischen Grundversorgers wird bei den jungen Ärztinnen und Ärzten immer unbeliebter. Wie würden Sie den Hausarztberuf wieder attraktiver machen?


Erika Forster:
„Als erstes muss der Zulassungsstopp fallen, denn wer am Spital bleiben muss, um seinen Beruf ausüben zu können, muss sich zwangsläufig spezialisieren, und wir kommen in den Teufelskreis, dass es immer weniger Nachwuchs bei den Allgemeinpraktikern gibt. Die Ausbildung zum Hausarzt muss an den Universitäten ebenso gepflegt werden wie diejenige zum Spezialisten. Insbesondere auf dem Land sollten die Notfalldienste zusammen mit einem Regionalspital organisiert sein, um die doch erhebliche Arbeitsbelastung zu reduzieren. Ein ewiges Thema ist zudem die Möglichkeit der Selbstdispensation.“

Anita Fetz:
„Durch verbesserte Ausbildungsanstrengungen (nicht nur einen einzigen Hausarzt-Lehrstuhl), durch Anreize für AllgemeinpraktikerInnen (etwa: vereinfachte Praxiszulassung oder höhere Tarmedpunktwerte) sowie durch gezielte Imagekampagnen gerade bei jungen Ärztinnen zur Darstellung von familienverträglichen Time-Sharing-Modellen.“

Ruth Humbel:
Leider geben sich die Grundversorger in letzter Zeit mit Streik-, Lohn- und Besitzstandsforderungen eher als Gewerkschafter denn als selbständige Unternehmer, was diesen Berufsstand nicht gerade als attraktiv erscheinen lässt. Mit Sicherheit braucht es aber Nachbesserungen beim Tarmed, der nicht die versprochene Besserstellung der Hausärzte gegenüber den Spezialisten gebracht hat; gleiches gilt für die Tarife von Labor- und Röntgenleistungen der Hausärzte. Die Grundversorger müssen zudem in Managed-Care-Modellen und Behandlungsnetzwerken enger mit den Versicherern zusammenarbeiten, um ihre Rolle als Gatekeeper wahrnehmen zu können. Eine Lockerung des Vertragszwangs fördert die Attraktivität des Hausarztberufs.“

Christine Goll:
„Mit einer Weiterbildungsoffensive und der Stärkung der Stellung der Hausärztin/des Hausarztes im Schweizerischen Gesundheitssystem. Das Modell von VPOD, SBK und SGB macht übrigens den Hausarzt-Beruf attraktiver.“

Felix Gutzwiller:
„Die Einführung der Vertragsfreiheit würde es auch erlauben, ganz unterschiedliche Tarifmodelle für unterversorgte Regionen bzw. entsprechende Spezialitäten anzubieten.“

Franziska Teuscher:
„Die medizinische Grundversorgung soll zur Drehscheibe der Patientenbegleitung im Behandlungsprozess werden (Care Manager). So wird diese Arbeit auch für junge Ärztinnen und Ärzte attraktiv. Zusätzlich müssten die Bedingungen für die Notfalldienste verbessert werden, sowohl bei der Organisation wie auch bei der Entschädigung. Auf der Ausbildungsseite ist anzusetzen bei neuen Ausbildungsgängen für die Grundversorgung und bei Praktika im Rahmen der Weiterbildung in der Arztpraxis (Praxisassistenz).

Würden Sie heute Ihren Kindern empfehlen, Medizin zu studieren?


Erika Forster:
„Warum nicht? Wenn der Berufswunsch ausgeprägt und die schulische Möglichkeit gegeben ist, sicher. Bei der Berufswahl spielen Zulassungsbedingungen, künftige Entlöhnung und Prestige eine eher untergeordnete Rolle. Der Umstand, dass sich immer noch wesentlich mehr junge Menschen zur Eignungsprüfung für das Medizinstudium anmelden als effektiv angenommen werden, beweist die ungebrochene Attraktivität des Berufs.“

Anita Fetz:
„Abgesehen davon, dass ich keine Kinder habe: selbstverständlich bei entsprechender Neigung!“

Ruth Humbel:
„Ja sicher.“

Christine Goll:
„Unsere Kinder haben ihre Berufswahl ohne unsere Empfehlung getroffen. Hätte sich eines unserer Kinder für ein Medizinstudium entschieden, dann hätten wir es als Eltern vorbehaltlos unterstützt. Und ich würde es auch heute wieder tun.“

Felix Gutzwiller:
„Auf jeden Fall, dies ist einer der vielseitigsten und interessantesten Jobs, den man machen kann.“

Franziska Teuscher:
„Sicher! Motivation und Neigung sollten im Zentrum der Berufswahl stehen. Aber es darf auch eine Pflegefachfrau, ein Fachangestellter Gesundheit, eine Elektrikerin oder ein anderer interessanter Beruf sein.“


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