Gesamtkonzepte statt Einzellösungen
Betriebswirtschaft
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Zur Erleichterung der Arbeit in der Arztpraxis gibt es heute Systemangebote mit überraschenden Perspektiven. Diese organisatorischen Gesamtlösungen werden bald durch die elektronische Krankengeschichte KG 32 ergänzt werden können, die ganz neue Wege weist. «check-up» hat zwei Experten zu diesen Entwicklungen befragt: Ulrich Riesen, den Leiter der Ärztekasse Zentralschweiz, und Thomas Zurkinden, der für den Bereich Informatikservice der Ärztekasse verantwortlich ist.
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«checkup»: Offenbar beschäftigt sich nun auch die Ärztekasse intensiv mit dem Trendthema «Vom Produkt- zum Systemangebot». Warum?
Ulrich Riesen: Weil dieses Thema immer wichtiger wird. Denn je schwieriger die Verhältnisse sind, umso mehr kommt es darauf an, die betriebswirtschaftliche Praxisführung möglichst effizient zu gestalten. Das aber setzt Formen der Organisation voraus, die nicht mehr auf einzelnen Produkten und Prozessen basieren, sondern auf einer ganzheitlichen, vernetzungsfähigen Konzeption.
Thomas Zurkinden: Grundsätzlich geht es um Gesamt- statt um Einzellösungen, um Systeme statt um Produkte, wobei das Ziel immer darin besteht, mit einem minimalen Zeit- und Kostenaufwand einen maximalen Nutzen zu erreichen.
«checkup»: Und wie funktioniert das in der Praxis?
Thomas Zurkinden: Indem wir ein modular aufgebautes Gesamtpaket von Dienstleistungen zur Verfügung stellen, die praktisch alle nichtmedizinischen Bereiche der ärztlichen Tätigkeit umfassen, wobei Ärztinnen und Ärzte von diesen Leistungen beliebig Gebrauch machen können, je nachdem, wie ihre individuellen Bedürfnisse beschaffen sind.
Ulrich Riesen: In den letzten Jahren haben wir unsere Angebote systematisch ausgebaut. Sie reichen heute von der Praxisevaluation über die Bereiche Administration, Treuhand und Informatik bis zu betriebswirtschaftlichen Dienstleistungen inklusive Versicherungs-, Finanz- und Unternehmensberatung. Je grösser der Konkurrenz- und Kostendruck, umso wichtiger wird das Outsourcing von Businessprozessen.
«checkup»: Wo liegen denn die Vorteile dieser Entwicklung?
Ulrich Riesen: Die Vorteile liegen in der Möglichkeit, für alle betrieblichen Belange Dienstleistungen aus einer Hand zur Verfügung zu haben, die für die besonderen Anforderungen der Arztpraxis konzipiert und so aufeinander abgestimmt sind, dass sie sich einzeln oder im Ensemble einsetzen lassen. Das hat nicht zuletzt die angenehme Nebenwirkung, dass man sich nicht mit mehreren Lieferanten und Dienstleistern herumschlagen muss, sondern einen einzigen Ansprechpartner hat. Und zwar einen, der in der Nähe ist, also die örtlichen Verhältnisse kennt und sich zudem jederzeit durch jene Informatiker, Betriebswirtschafter und alle anderen Spezialisten verstärken kann, die dem Netzwerk der Ärztekasse angeschlossen sind.
Thomas Zurkinden: Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses integrierten Konzepts liegt darin, dass man elektronische Daten nur einmal erfassen muss und sie dann für die verschiedensten Operationen zur Verfügung hat, zum Beispiel vom Rechnungswesen über die Buchhaltung bis zur Steuererklärung. Denn das konsequente Reduzieren von Arbeitsschritten spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld.
Ulrich Riesen: So hat kürzlich ein Arzt durch den Anschluss an unser integriertes Administrationssystem seine bisherigen hohen Buchhaltungskosten um gut die Hälfte verringern können – und das ist keineswegs ein Einzelfall.
«checkup»: Das setzt aber ein entsprechendes Know-how im Umgang mit dem Computer voraus.
Thomas Zurkinden: Keineswegs. Neben unseren ausgereiften Abrechnungsprogrammen – dem bisherigen MediWin 16-Bit und dem künftigen, wesentlich leistungsstärkeren MediWin 32-Bit – ist es mit den manuellen, auf einem Leistungsblatt basierenden Abrechnungsvarianten E und S problemlos möglich, auch ohne Computer zu arbeiten. Dabei können zum Beispiel die Daten für die Rechnungsstellung handschriftlich notiert und zur elektronischen Umsetzung an uns übermittelt werden. Das hat den Vorteil, dass auch jene, die lieber manuell schreiben, vom enormen Rationalisierungspotenzial der modernen Technologien profitieren können. Was auch deshalb wichtig ist, weil die neuen Tarifordnungen das Rechnungswesen zusätzlich komplizieren werden. Wobei unsere Systeme zuverlässig in der Lage sind, die alten und neuen Tarife parallel zu verarbeiten – sei es mit oder ohne Computer.
«checkup»: Und jene, die von der manuellen Methode auf die elektronische umsteigen wollen, ...
Ulrich Riesen:... werden gründlich und individuell geschult.
«checkup»: Und wenn es trotzdem Probleme gibt, ...
Ulrich Riesen:... gibt es bei uns nebst einer Hotline auch einen sehr flexiblen Notfalldienst, auf dessen Präsenz und Kompetenz man sich jederzeit verlassen kann. Inklusive Hausbesuch! Unsere Informatikspezialisten zeichnen sich übrigens auch dadurch aus, dass sie nicht nur Informatikspezialisten sind, sondern Fachleute, die sich Tag für Tag mit den besonderen Bedürfnissen und Problemen einer Arztpraxis zu befassen haben.
«checkup»: Apropos Informatik: Wie steht es um die sagenumwobene Entwicklung einer elektronischen Krankengeschichte?
Thomas Zurkinden: Die elektronische Krankengeschichte KG 32 ist auf dem besten Wege, einen Quantensprung der Informatik einzuleiten. Nach jahrelangen Entwicklungsstudien, die in enger Zusammenarbeit von Informatikern und medizinischen Experten der Ärztekasse erfolgten, konnte eine Software kreiert werden, die rundum systemfähig und absolut offen ist. Hier hat das Datenmanagement einen Standard erreicht, der ein Optimum an Flexibilität und Spielraum gewährt und sich dabei vollkommen neutral verhält, also in keiner Weise die medizinischen Belange tangiert. Das bedeutet, dass die KG 32 für alle Arten und Formen von Krankengeschichten geeignet ist, da sie sich massgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse abstimmen lässt.
Ulrich Riesen: Ein wesentlicher Vorteil der KG 32 besteht zudem darin, dass sie die Informationen so strukturiert, dass sie jederzeit abgerufen und, in verschlüsselter Form, via E-Mail an eine Kollegin oder einen Kollegen übermittelt werden können, wobei alle relevanten Elemente wie zum Beispiel Labordaten oder digitalisierte Röntgenbilder ohne weiteres integrierbar sind.
«checkup»: Worin liegt denn der Unterschied gegenüber den bisherigen KG-Computerprogrammen?
Thomas Zurkinden: Der Unterschied liegt in der Grundstruktur, in der Architektur des neuen Programms, das heisst in seiner konsequenten Kommunikationsfähigkeit und Dynamik. Bisher war es lediglich möglich, eine Krankengeschichte als statisches, unstrukturiertes Textdokument abzuspeichern, was zwar auch einen Rationalisierungseffekt hatte, aber lediglich einen der quantitativen Art. Demgegenüber bringt die KG 32 eine vollkommen neue Qualität ins Spiel, weil sie nicht nur ein uneingeschränktes Kommunizieren und Multimedia (Video, Ton, Bild, Grafik) erlaubt, sondern auch ein kreatives Vergleichen und Interpretieren sowohl der aktuellen als auch der alten Daten. Womit sich – sozusagen per Knopfdruck – Behandlungsprozesse dokumentieren und Entwicklungen bewerten lassen. Mit den medizinischen Journaleinträgen werden jeweils automatisch die entsprechenden Positionen der Leistungsabrechung generiert. Dabei steht es dem Benutzer frei, eigene Informationselemente zu kreieren, diese von zuweisenden Kollegen zu übernehmen oder sie via Internet aus unserem moderierten Pool zu beziehen.
Ulrich Riesen: Kommt dazu, dass das KG 32 dank seinem Baukastensystem so variabel ist, dass es sich, im Unterschied zu den bisher bekannten, vorwiegend starren Programmen, nach Belieben ausbauen und veränderten Verhältnissen anpassen lässt. Und zwar auf eine erstaunlich unkomplizierte, weil weitgehend intuitiv funktionierende Art.
«checkup»: Und wann wird das KG 32 auf den Markt kommen?
Thomas Zurkinden: Das wird nicht mehr allzu lange dauern. Denn die Resultate der zurzeit laufenden Pilotversuche sind bisher durchweg positiv.
Ulrich Riesen: Weil dieses Thema immer wichtiger wird. Denn je schwieriger die Verhältnisse sind, umso mehr kommt es darauf an, die betriebswirtschaftliche Praxisführung möglichst effizient zu gestalten. Das aber setzt Formen der Organisation voraus, die nicht mehr auf einzelnen Produkten und Prozessen basieren, sondern auf einer ganzheitlichen, vernetzungsfähigen Konzeption.
Thomas Zurkinden: Grundsätzlich geht es um Gesamt- statt um Einzellösungen, um Systeme statt um Produkte, wobei das Ziel immer darin besteht, mit einem minimalen Zeit- und Kostenaufwand einen maximalen Nutzen zu erreichen.
«checkup»: Und wie funktioniert das in der Praxis?
Thomas Zurkinden: Indem wir ein modular aufgebautes Gesamtpaket von Dienstleistungen zur Verfügung stellen, die praktisch alle nichtmedizinischen Bereiche der ärztlichen Tätigkeit umfassen, wobei Ärztinnen und Ärzte von diesen Leistungen beliebig Gebrauch machen können, je nachdem, wie ihre individuellen Bedürfnisse beschaffen sind.
Ulrich Riesen: In den letzten Jahren haben wir unsere Angebote systematisch ausgebaut. Sie reichen heute von der Praxisevaluation über die Bereiche Administration, Treuhand und Informatik bis zu betriebswirtschaftlichen Dienstleistungen inklusive Versicherungs-, Finanz- und Unternehmensberatung. Je grösser der Konkurrenz- und Kostendruck, umso wichtiger wird das Outsourcing von Businessprozessen.
«checkup»: Wo liegen denn die Vorteile dieser Entwicklung?
Ulrich Riesen: Die Vorteile liegen in der Möglichkeit, für alle betrieblichen Belange Dienstleistungen aus einer Hand zur Verfügung zu haben, die für die besonderen Anforderungen der Arztpraxis konzipiert und so aufeinander abgestimmt sind, dass sie sich einzeln oder im Ensemble einsetzen lassen. Das hat nicht zuletzt die angenehme Nebenwirkung, dass man sich nicht mit mehreren Lieferanten und Dienstleistern herumschlagen muss, sondern einen einzigen Ansprechpartner hat. Und zwar einen, der in der Nähe ist, also die örtlichen Verhältnisse kennt und sich zudem jederzeit durch jene Informatiker, Betriebswirtschafter und alle anderen Spezialisten verstärken kann, die dem Netzwerk der Ärztekasse angeschlossen sind.
Thomas Zurkinden: Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses integrierten Konzepts liegt darin, dass man elektronische Daten nur einmal erfassen muss und sie dann für die verschiedensten Operationen zur Verfügung hat, zum Beispiel vom Rechnungswesen über die Buchhaltung bis zur Steuererklärung. Denn das konsequente Reduzieren von Arbeitsschritten spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld.
Ulrich Riesen: So hat kürzlich ein Arzt durch den Anschluss an unser integriertes Administrationssystem seine bisherigen hohen Buchhaltungskosten um gut die Hälfte verringern können – und das ist keineswegs ein Einzelfall.
«checkup»: Das setzt aber ein entsprechendes Know-how im Umgang mit dem Computer voraus.
Thomas Zurkinden: Keineswegs. Neben unseren ausgereiften Abrechnungsprogrammen – dem bisherigen MediWin 16-Bit und dem künftigen, wesentlich leistungsstärkeren MediWin 32-Bit – ist es mit den manuellen, auf einem Leistungsblatt basierenden Abrechnungsvarianten E und S problemlos möglich, auch ohne Computer zu arbeiten. Dabei können zum Beispiel die Daten für die Rechnungsstellung handschriftlich notiert und zur elektronischen Umsetzung an uns übermittelt werden. Das hat den Vorteil, dass auch jene, die lieber manuell schreiben, vom enormen Rationalisierungspotenzial der modernen Technologien profitieren können. Was auch deshalb wichtig ist, weil die neuen Tarifordnungen das Rechnungswesen zusätzlich komplizieren werden. Wobei unsere Systeme zuverlässig in der Lage sind, die alten und neuen Tarife parallel zu verarbeiten – sei es mit oder ohne Computer.
«checkup»: Und jene, die von der manuellen Methode auf die elektronische umsteigen wollen, ...
Ulrich Riesen:... werden gründlich und individuell geschult.
«checkup»: Und wenn es trotzdem Probleme gibt, ...
Ulrich Riesen:... gibt es bei uns nebst einer Hotline auch einen sehr flexiblen Notfalldienst, auf dessen Präsenz und Kompetenz man sich jederzeit verlassen kann. Inklusive Hausbesuch! Unsere Informatikspezialisten zeichnen sich übrigens auch dadurch aus, dass sie nicht nur Informatikspezialisten sind, sondern Fachleute, die sich Tag für Tag mit den besonderen Bedürfnissen und Problemen einer Arztpraxis zu befassen haben.
«checkup»: Apropos Informatik: Wie steht es um die sagenumwobene Entwicklung einer elektronischen Krankengeschichte?
Thomas Zurkinden: Die elektronische Krankengeschichte KG 32 ist auf dem besten Wege, einen Quantensprung der Informatik einzuleiten. Nach jahrelangen Entwicklungsstudien, die in enger Zusammenarbeit von Informatikern und medizinischen Experten der Ärztekasse erfolgten, konnte eine Software kreiert werden, die rundum systemfähig und absolut offen ist. Hier hat das Datenmanagement einen Standard erreicht, der ein Optimum an Flexibilität und Spielraum gewährt und sich dabei vollkommen neutral verhält, also in keiner Weise die medizinischen Belange tangiert. Das bedeutet, dass die KG 32 für alle Arten und Formen von Krankengeschichten geeignet ist, da sie sich massgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse abstimmen lässt.
Ulrich Riesen: Ein wesentlicher Vorteil der KG 32 besteht zudem darin, dass sie die Informationen so strukturiert, dass sie jederzeit abgerufen und, in verschlüsselter Form, via E-Mail an eine Kollegin oder einen Kollegen übermittelt werden können, wobei alle relevanten Elemente wie zum Beispiel Labordaten oder digitalisierte Röntgenbilder ohne weiteres integrierbar sind.
«checkup»: Worin liegt denn der Unterschied gegenüber den bisherigen KG-Computerprogrammen?
Thomas Zurkinden: Der Unterschied liegt in der Grundstruktur, in der Architektur des neuen Programms, das heisst in seiner konsequenten Kommunikationsfähigkeit und Dynamik. Bisher war es lediglich möglich, eine Krankengeschichte als statisches, unstrukturiertes Textdokument abzuspeichern, was zwar auch einen Rationalisierungseffekt hatte, aber lediglich einen der quantitativen Art. Demgegenüber bringt die KG 32 eine vollkommen neue Qualität ins Spiel, weil sie nicht nur ein uneingeschränktes Kommunizieren und Multimedia (Video, Ton, Bild, Grafik) erlaubt, sondern auch ein kreatives Vergleichen und Interpretieren sowohl der aktuellen als auch der alten Daten. Womit sich – sozusagen per Knopfdruck – Behandlungsprozesse dokumentieren und Entwicklungen bewerten lassen. Mit den medizinischen Journaleinträgen werden jeweils automatisch die entsprechenden Positionen der Leistungsabrechung generiert. Dabei steht es dem Benutzer frei, eigene Informationselemente zu kreieren, diese von zuweisenden Kollegen zu übernehmen oder sie via Internet aus unserem moderierten Pool zu beziehen.
Ulrich Riesen: Kommt dazu, dass das KG 32 dank seinem Baukastensystem so variabel ist, dass es sich, im Unterschied zu den bisher bekannten, vorwiegend starren Programmen, nach Belieben ausbauen und veränderten Verhältnissen anpassen lässt. Und zwar auf eine erstaunlich unkomplizierte, weil weitgehend intuitiv funktionierende Art.
«checkup»: Und wann wird das KG 32 auf den Markt kommen?
Thomas Zurkinden: Das wird nicht mehr allzu lange dauern. Denn die Resultate der zurzeit laufenden Pilotversuche sind bisher durchweg positiv.
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