Die Therapie heisst Praxisspiegel

TrustCenter

Die TrustCenter sind im ganzen Land weitgehend aufgebaut. Und haben bis heute schon über 5500 Ärztinnen und Ärzte als Kunden gewonnen. Nun beginnt die entscheidende Phase der Datennutzung. Wozu der Praxisspiegel entwickelt wurde. Ein Instrument, das es in sich hat.

Philip Baumann, lic. oec. publ.,VR-Delegierter NewIndex AG

Der Anstoss zum Aufbau der TrustCenter kam von der Firma NewIndex, die im Auftrag aller kantonalen Ärztegesellschaften die Einführung des Tarmed unterstützt. Die Initianten der NewIndex - so auch die Ärztekasse - wollten damit die einmalige Chance zur Erreichung der Datenparität mit den Versicherern nutzen. Statt die allseits bekannten Defizite der Kassenstatistiken weiterhin lediglich zu beklagen, sollten nun bessere Datengrundlagen und sinnvollere Kriterien zur Messung der in den Praxen erbrachten Leistungen erarbeitet werden - und zwar in eigener Regie.

Die Innovation

Der zur Auswertung der gesammelten Leistungsdaten entwickelte Praxisspiegel ist weit mehr als eine herkömmliche Statistik. Vielmehr wurde damit der Grundstein für ein innovatives Informationssystem gelegt, das trotz seinen ausgeklügelten Funktionsweisen einfach zu bedienen ist. Der Praxisspiegel - das dürfen wir heute selber sagen - ist die eigentliche Innovationsleistung der TrustCenter!

Der Vorteil

Der Praxisspiegel bietet den frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzten eine ganze Palette von Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten, die in dieser Vielfalt und Differenziertheit für kleine und mittlere Unternehmen sonst kaum erschwinglich wären. Denn der Praxisspiegel ist gleichzeitig Messinstrument, Navigationshilfe und Ideenlieferant für die Optimierung des Unternehmens Arztpraxis, wobei er sich vor allem durch drei Besonderheiten auszeichnet:

1. Die interaktive Onlineanalyse

Der Praxisspiegel ist ein interaktives Informationssystem, mit dem grundsätzlich jede Ärztin und jeder Arzt die eigenen Daten und Zahlen selber und online auswerten kann. Auf ebenso effiziente wie unkomplizierte Weise. Und ohne Vorkenntnisse in Sachen Statistik!

2. Die grafische Aufbereitung

Der Praxisspiegel bereitet alle Daten und Informationen primär grafisch auf, sodass sich die Inhalte auch für «Nichtstatistiker» anschaulich und nachvollziehbar präsentieren. Allerdings lassen sich die Grafiken natürlich auch jederzeit in herkömmliche Tabellen oder Zeitreihen umwandeln. Mausklick genügt!

3. Der Praxisvergleich

Der Praxisspiegel bietet viele Möglichkeiten zum «Benchmarking» mit Praxen aus demselben Fachbereich und aus derselben Region. Damit kann die praktische Anwendung des Tarmed mit jener der Kolleginnen und Kollegen so konkret wie detailliert verglichen werden, wobei sich allfällige Abweichungen je nach Bedarf selber bewerten und allenfalls korrigieren lassen.

Die Detailinformationen

Die aktuelle, erste Version des Praxisspiegels ist ganz auf die Umsatzseite der Praxen fokussiert und umfasst heute eine Umsatzübersicht sowie drei Register. Darin werden alle möglichen Analysen und Kennzahlen zum Umsatz, zu den abgerechneten ärztlichen Leistungen sowie den selber verrechneten Medikamenten aufgeführt. Dazu kommen Analysen bezüglich der Umsatzverteilung nach einzelnen Tarifen, Altersgruppen usw. Zudem wird demnächst noch ein weiteres Register mit den klassischen Kennzahlen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeitsfragen zur Verfügung stehen.

Die Ausbaupläne

In einer zweiten, erweiterten Version soll der Praxisspiegel dann auch die Kosten in den Praxen zur Darstellung bringen. Was bisher mit der ROKO in mühsamen Einzelerhebungen erfasst und ausgewertet wurde, wird mit dem neuen Informationssystem viel eleganter möglich sein - vorausgesetzt selbstverständlich, dass dies gewünscht wird und die Bereitschaft besteht, die dafür notwendigen Daten einzubringen.

Die Kostenneutralität

Via Praxisspiegel wird Sie Ihre kantonale Ärztegesellschaft laufend darüber informieren können, wie sich die Einhaltung (oder Nichteinhaltung) der Kostenneutralität in Ihrer Praxis entwickelt. Und im entsprechenden Register kann Ihnen der Praxisspiegel aufzeigen, welches Verhältnis die Zahlen Ihrer Praxis zu den von Ihrer Gesellschaft vorgegebenen Kennzahlen aufweisen und wo die Gesamtheit der Praxen in Ihrem Kanton in dieser Hinsicht momentan steht beziehungsweise hinsteuert.

Sie können den Praxisspiegel in einer Demoversion bereits heute über die Website Ihres TrustCenters oder über www.trustx.ch anschauen - falls Sie bereits ein HIN-Abo haben, auch in der Onlineversion.

Der Ausblick

Ein ähnliches Instrument wie der auf die ärztlichen Praxen ausgerichtete Praxisspiegel ist nun auch für die kantonalen und nationalen Standesorganisationen im Aufbau. Wobei natürlich ausschliesslich mit hoch aggregierten und anonymisierten Daten gearbeitet wird. Und selbstverständlich nur dann, wenn Sie der Nutzung Ihrer Daten auf nationaler Ebene ausdrücklich zugestimmt haben.

NewIndex wird mit diesem Angebot auch den kantonalen Ärztegesellschaften, den regionalen und nationalen Fachgesellschaften sowie den nationalen Dachorganisationen die Möglichkeit bieten, ihre standespolitischen Interessen mit eigenen Fakten und Zahlen zu untermauern.

Das bisher Erreichte stimmt uns zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zur Erzeugung von Datentransparenz. Und zur Erreichung der Datenparität.


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